Aktuelle Seite: DrachenbootRegattaberichte

9. Mindener Wesermeile

...von der Wesermeile hatten wir schon vor Jahren gehört...ein Halbmarathon auf strömendem Gewässer und damit verbundenen Topzeiten und irgendwie hatte ein halbes Boot von 1-19 Helgoland richtig Lust auf einen langen Kanten im Herbst...also hieß es vorab noch weitere Aktive zu mobilisieren... Jörg vom Ecksen-Express und Michael von Lucky Punch sind immer für verrückte Ideen zu haben und so meldeten wir als "Der wahre Norden"...im Vorfeld galt natürlich: "Bange machen gilt nicht", oder vielleicht doch ein Bisschen..."Krämpfe kann man wegatmen!" und "Ab Kilometer vierzehn fängt es an, weh zu tun"...doch von solchen Sprüchen lassen sich alte Hasen nicht abschrecken und auch einige Novizen wollten das Abenteuer Wesermeile angehen...
So versammelten sich 20 Schleswig-Holsteiner am Sonnabend in Minden...die Weser empfing uns bei herrlichem Sonnenschein und mit unterem Mittelwasser und somit sollte das Vergnügen ein wenig länger dauern als in den vergangenen Jahren aber was soll´s...im Shuttlebus ging es ab nach Vlotho, wo auch schon Gegner und Boote auf uns warteten...schon mal ein besonderes Lob an den Veranstalter - die KSG Minden - sie präsentierte allen Teilnehmern eine logistisch TOP organisierte Veranstaltung...wir durften mit der Startnummer 1 auf´s Wasser - also erst einmal ein einsames Rennen, ohne sich an anderen zu orientieren und dann abwarten, ob irgendwas von hinten kommt...das erste Streckendrittel war mit über 15 km/h schnell absolviert doch so langsam wurde die Weser immer breiter und von Zuschusswasser weit und breit nichts in Sicht und so hieß es immer mehr Strömung zu suchen...nach hinten blickend suchte man aber auch vergeblich nach den Gegnern...toll - also weiter ein einsames Rennen und die Mannschaft nur nichts merken lassen und es hieß weiter "Laaaang mit Druuuck"...
Im letzten Streckendrittel fuhren wir ganz allmählich auf ein kurzes Boot auf, nach dem Motto: Halbes Boot gleich halbe Strecke waren die Juniorboote zeitgleich in Dehme gestartet...immer weiter aufholend erblickten wir die Dächer von Minden...es dauerte nicht mehr lang, bis wir uns der Fußgängerbrücke mit der Wendemarke näherten...Wende und dann noch 300 m gegen die Strömung und natürlich alles raus und noch das Kurze überholen...durch einige Zuschauer angefeuert, gelang das relativ gut - vielleicht aber auch unterstützt durch die wenig Wasser führende Weser...
nun hieß es abwarten und sehen, was die eigene Leistung wert war. Das Feld kam dann relativ geschlossen ins Ziel, die hatten bestimmt ordentlich Spaß auf der Strecke.
Mit den Glückwünschen via Handy wussten wir bis zur abschließenden Siegerehrung wenig anzufangen...also verkürzten wir uns die Zeit mit Fassbier und Grillwurst...bei 1:24 Stunden hatte ich die Uhr gestoppt und dann war es soweit 4. Platz in 1:24:..Fopac Dragons und somit hatten wir Gewissheit - Podest erreicht und das mit einer Zeit von 1:23:59 Stunden - 3. Platz bei unserer Premiere in Minden...nur die Biergermeister und das Pro Team aus Hameln waren schneller - wie geil...das schreit förmlich nach Wiederholung im kommenden Jahr.
Während Lübecker, Ecksen, Nordlichter und Treibhölzer schon in Richtung Heimat aufbrachen, waren wir mal wieder die Letzten und sorgten noch ein Bisschen für Umsatz. Anschließend feierten wir uns noch ein wenig beim Griechen in Porta Westfalica...gut genächtigt ging es am nächsten Tag wieder in Richtung Rendsburg...mit im Gepäck - viel Gesprächsstoff für das Training am Montagabend...

3. Obereidercup

...traumhafte Bedingungen und dank des Rendsburger Herbstes eine stattliche Kulisse erwarteten alle Aktiven beim diesjährigen Eidercup und mit 18 Teams steigt auch langsam das Interesse für diese Veranstaltung im Herzen Rendsburgs. Weniger traumhaft gerieten unsere Rennen. Lag es am Vorabend oder an den ungeliebten Plastepaddeln...eher nicht...im ersten Lauf war das Boot einfach schlecht austariert und die Frequenz beim Start zu niedrig...im Finale war wiederum der Start - nennen wir es mal - suboptimal (wie ein Video beweist), denn gefühlt war bestimmt die ersten dreißig Schläge immer irgendein Paddel im Wasser...zumindest wissen wir jetzt wieder, woran wir weiter arbeiten müssen...der Übungsleiter musste zwar kurz Dampf ablassen, konnte aber mit dem Ergebnis absolut zufrieden sein...verdienter Sieg der inoffiziellen Stadtmeisterschaft und dank der Auslosung auch alle Teams von Platz zwei bis vier im direkten Vergleich geschlagen und die letzten Meter mit erhöhter Frequenz sahen leider so richtig geil aus...also doch nicht alles schlecht und obendrein konnten die Stadtwerke noch die Konkurrenz im Juniorboot gewinnen und daran sind wir auch nicht ganz unbeteiligt...dieser Erfolg auf der ganzen Linie wurde noch ausgiebig gefeiert und die Siegprämie vom Schlauchbootrennen tags darauf lässt noch einen schönen Saisonabschluss zu...

Lübecker Drachen Cup 2015

...als wir am 30. Mai auf dem Rückweg von Lübeck im Auto sitzen, scheint die Sonne...aus dem Radio hört man Mark Forster live aus Hannover und es tönt immer wieder "Hannover...oh...oh...oh...au revoir"- ja, schön war´s, denke ich so bei mir und heute...die Sonne schien pünktlich zur Siegerehrung, vorher gab es einen unberechenbaren Mixed aus Regen, Hagel, stürmischen Böen und teilweise lockerer Bewölkung und es schien auch ab und zu die Sonne - durchwachsenes Aprilwetter halt Ende Mai...aber nur nicht meckern, es geht ja noch wesentlich schlimmer...unsere Performance auf dem Wasser glich ein wenig dem Wetter - durchwachsen

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Kieler Woche - Windjammerparade 2015

Während es dieses Wochenende in Brandenburg um Deutsche Meistertitel ging, ging es für uns auf die Kieler Förde. Wie bereits in den vergangenen Jahren wollten wir die Windjammerparade in Drachenbooten begleiten. Vier Boote paddelten erst einmal quer durchs Feld der Segelschiffe auf die Westseite der Förde. Manch ein Aktiver wähnte sich zeitweise im Suchmodus, denn bei Wellen von wer weiß woher, war es nicht immer leicht Wasser zu finden (oder man hatte davon einfach zu viel...).

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Pfingsten 2015 - 21. Hannover Dragonboat Days

Pfingsten und alle Jahre wieder ein Highlight zu Beginn der Saison...traditionelle Anreise am Freitag und zum Glück nicht so viel Stau wie in den Vorjahren. Und so trudelten nach und nach die Paddler der Drachen von Holstein am Maschsee ein - dabei fünf Aktive vom Rendsburger Kanu Club. Zeltaufbau, Ausrüstung ausladen und jedes Mal wieder ein großes Hallo, wenn weitere Teammitglieder eintreffen. Gegen 20 Uhr war dann auch die Glut durch und es wurde gegrillt als gäbe es kein Morgen. Mit vollen Bäuchen - so voll, wie das Boot in den Folgetagen - wurde geklönt und gefachsimpelt. Einfach schön, wenn der Stress des Alltags so ganz allmählich dem Freizeitstress weicht, den man mit dieser Truppe ganz besonders genießen kann. Irgendwann am späten Abend reiste dann noch Klaus samt Nachwuchs und einem Jugendlichen aus Rendsburg an - wie sich herausstellte, alle Drei waren als Spione von Vollbrett unterwegs und unsere Wege sollten sich nicht nur auf dem Zeltplatz kreuzen...nach und nach ging es dann in die Betten, um 3 Uhr waren auch die letzten Teammitglieder in der Horizontalen gelandet.
Am Sonnabend erst einmal die 250 m...auf dem Maschsee verschärft durch die geringe Wassertiefe halten die Zeiten anderen Events nicht stand...trotzdem ist die Strecke optimal präpariert und jedes Rennen sein Startgeld wert. Hinzu kommt noch die fantastische Orga, die wie jedes Mal einen grandiosen Job macht...Dank an die über hundert Helfer vom Hannoverschen Kanu Club und alle anderen helfenden Hände, die dieses Event zu dem machen, was es ist - einem echten Highlight...
Mit unserem "Schwergewichtsboot" und dann noch ohne Altersbonus gegen zum Teil athletisch ausgebildete und jüngere Konkurrenz war es bereits am Start schwer, in der Sportklasse mitzuhalten...nach dreißig Schlägen hatten wir schon bis zu einer halben Länge auf andere Boote verloren. Da heißt es oftmals nur noch Schadensbegrenzung zu betreiben und dran zu bleiben. Am Ende reichte es zu einem versöhnlichen 2. Platz im C-Finale im Basic Sport. Wie auch immer - Fleisch und Wurst und das ein oder andere Kaltgetränk schmeckten trotzdem und die Stimmung aus dem nahe liegenden Stadion ließ uns schnell das Renngeschehen vergessen. Auf der anschließenden Party wurde neben Lifemusik auch wieder einiges geboten...hätte es einen Luftgitarrencontest gegeben, hätte es für Frankie bestimmt fürs A-Finale gereicht. Die Kids wollten so gar nicht mehr auf den Zeltplatz und auch einige Aktive benötigten freundliche Unterstützung, um den Weg zum Zelt einzuschlagen...
Nach einer kühlen Nacht (7° in der Nacht zum Pfingstsonntag, was soll denn der Scheiß) hieß es früh aus den Federn und fertig machen für das erste Rennen über 500 m. Neben uns das Allsports Team aus Hannover und noch andere Hochkaräter. Also bloß nicht total verblasen lassen und sich nur nicht von den anderen in Schockstarre versetzen lassen. Beim "Go" herrschte auf der Nebenbahn so ein Betrieb, dass man mit nass wurde. Nach der Startphase das gleiche Bild wie am Vortag...und heute eine doppelt so lange Strecke...na dann, Prost Mahlzeit...Denkste...irgendwann ein merklicher Ruck im Boot und wir halten den Abstand zum führenden Boot. In einem dichten Pulk kommen wir mit weiteren vier Booten (alle innerhalb einer Sekunde) ins Ziel. Wie sich später herausstellte im mit Abstand schnellsten Zeitlauf der Sportklasse. Mit der achtschnellsten Zeit hatten wir uns in die Premiumklasse gepaddelt...oder sollte ich besser sagen gesurft...grins...nein, wir hatten nur die Gelegenheit beim Schopfe gepackt. Mit unserer Zeit vom zweiten Zeitlauf reichte es dann zum B-Finale - immerhin als 12.ter bei 42 Startern. Hier ging es gegen die Spione von Vollbrett und um die familiäre Ehre von Klaus. Unserem Altersvorsprung setzten die jungen Kanusportler Leichtigkeit entgegen. Am Ende sollte uns etwas mehr als eine Sekunde von den "Vollbrettern" trennen. In einem engen Feld hatten wir zwar nur den vorletzten Platz belegt, trotzdem wegen solcher Rennen, betreibt man diesen Sport. Im Gesamtklassement 14. Platz bei 42 Startern. Beim abendlichen Essen, das Andrea wieder einmal gezaubert hatte, schwärmten wir noch lange von den 500 m. Ein wenig kaputt wurde an diesem Abend nicht so intensiv gefeiert, hieß es doch am Pfingstmontag noch einmal über 4000 m zu performen.
Aber erst einmal hieß es ausschlafen, denn wir sollten erst im allerletzten Lauf ran. Als "rote Eins" wurden wir vom gesamten Feld gejagt. Also nur nicht gleich überdrehen und taktisch fahren...also schön lang und dreckig als auch schon das erste Boot pfeilschnell an uns "vorbeibrettert" - und dabei noch singend...alle Achtung - aber darauf hatten wir insgeheim gehofft, kurze Ruderbewegung von Raller dazu 5 - 6 druckvolle Schläge...und doch nicht vorbei...ganz ruhig hieß es jetzt mitfahren zumindest bis zur nächsten Wende...dort konnten wir auf der Außenbahn leider nicht mehr die Welle halten...wie alte Hasen hatten sie uns abgeschüttelt...die Meter neben unseren Spionen bei Vollbrett haben trotzdem unglaublich viel Spaß gebracht und da wir am Alter nicht viel drehen werden, haben wir uns doch einiges anderes abgeschaut...haha...Und der Spaß war ja noch nicht vorbei, denn die nächsten schnelleren Boote ließen nicht allzu lange auf sich warten. Wende mit fast vier Booten gleichauf - was für ein Spektakel und dann ab zu den Unitas und zu ihrem Leidwesen...auch die sollten uns bis ins Ziel nicht mehr loswerden...allerdings war das Wasser des Maschsees zu diesem Zeitpunkt schon gehörig aufgewühlt...wo kommen nur immer wieder diese Wellen her...hinter Julia auf der Trommel immer wieder eine Fontäne wie bei einem Springbrunnen und ständig läuft mir Wasser übers Bein...hinein ins Boot...wie lange das nur gut geht oder enden wir wohlmöglich als Torpedo...nach dem Rennen wird am Steg über unsere Zuladung gestaunt - lebensbedrohlich war es aber noch nicht...also Ende gut Alles Gut...auf jeden Fall hat es wieder einmal unglaublich Spaß gebracht in Hannover in einem unheimlich harmonischen Team...einfach drei tolle Tage und Pfingsten 2016...bestimmt wieder in Hannover...

Einen besonderen Glückwunsch an Hendrik Wiggers vom RKC, der mit dem Vollbrett über 4000 m einen Spitzenplatz erreichte (2. Platz von 37 startenden Teams) und das bei seiner Premiere bei einem Drachenbootrennen. Vielleicht greift er ja auch mal für uns zu einem Stechpaddel...

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