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Rendsburger Herbst 2014 oder erst einmal warmpaddeln für das Schlauchbootrennen

Rendsburger Herbst gleich Freizeitstress....ach nö, war doch alles vor der Haustür...Anlässlich unseres "Vorgartenfestes" gab es 2014 auch ein Drachenbootrennen...die zweite Auflage des Obereidercups - diesmal direkt in der City...viele Zaungäste machten das Event zu einer Art Werbefläche für den Drachenbootsport. So hatte auch alles, was in Rendsburg Rang und Namen hat, gemeldet...aber ebenhalt nur was in Rendsburg....

na gut, aus Heide war sogar das zweitplatzierte Team aus Friedrichstadt angereist...also keine Veranstaltung für Drachenbootnovizen - vielmehr Breitensport- oder ambitionierte Funsportveranstaltung...der Veranstalter hatte sogar beide Bootsklassen angeboten. Ob dadurch eher mehr oder weniger Mannschaften meldeten, der Wettkampf mehr oder weniger spannend war, soll hier nicht weiter erörtert werden....
Auf jeden Fall konnten alle Aktiven erst einmal ausschlafen, das kennen wir von anderen Rennen ganz anders. Um die Mittagszeit trafen wir uns mit den Eidertigers von den Stadtwerken und mit 2-19 Helgoland am Bootshaus, um die Boote zur Rennstrecke zu paddeln. Dort angekommen, verwunderte uns doch die Kürze der Regattastrecke...175m wirken auch im Boot sitzend verdammt kurz. Die Zieldurchfahrt nötigte selbst erfahrenen Steuerleuten eine Menge Respekt ab. Hätten die meist weiblichen Trommlerinnen mal in Fahrtrichtung geschaut, weiß ich nicht, ob sie so viel Gas gegeben hätten. Knappe 25m nach der Ziellinie wartete ein - für eine Durchfahrt - viel zu flacher Anleger...es hieß also...aufpassen, sonst hast du Aua...alle Beteiligten wussten, was sie erwartete und mieden den Kontakt...also alles gut - gar nicht so dramatisch...
Unsere Vorläufe konnten wir alle gewinnen, obwohl es irgendwie nie optimal lief. Der ein oder andere Wackler bescherte uns sogar kühlendes Nass. So etwas sind wir vom langen Boot eigentlich nicht gewohnt. Vielleicht hätten wir doch ein paar mal ins Kurze steigen sollen? Die addierten Zeiten sollten aber für das große Finale in unserer Bootsklasse reichen. Unsere Partner von den Eidertigers (immerhin kommen wir quasi aus dem selben Stall - besser Bootshalle) waren absolut auf Augenhöhe. Das Finale bedeutete für einige, gegen seine eigene Mannschaft zu fahren. Das verspricht auf der einen Seite äußerste Brisanz und auf der anderen Seite viel Gesprächsstoff. Resultat: Ein verdammt enges Höschen...beide Boote blieben bis ins Ziel auf gleicher Höhe. Der Veranstalter wollte sich für keinen Gewinner entscheiden...auch einige Zielfotos (alle aus unterschiedlichen Perspektiven) konnten keine Gewissheit bringen...also zwei Sieger und alles gut...beide Teams und die Verantwortlichen können mit diesem Ergebnis gut leben...
Nach einem überaus feuchten Herbstabend hieß es für einige noch am nächsten Tag zum Schlauchbootrennen anzutreten. 10 Teams wollten sich diese Gaudi nicht entgehen lassen, winkten doch lukrative Preise für Podiumsplätze.
Als Vorjahres- und auch noch gemischt aus Vortagessiegern gingen wir leicht favorisiert in den Wettbewerb. Gemeinsamer Abdruck und kaum überflüssige Meter brachten uns ins Finale. Dort konnten wir unsere Bestzeit aus den Vorläufen noch einmal um 5 Sekunden drücken. Verglichen zum Vortag benötigten wir nicht ganz die doppelte Zeit wie im Juniorboot. Insider wissen jetzt die Fahreigenschaften eines solchen Schlauchbootes einzuschätzen. Trotzdem hat sich die Anstrengung gelohnt, denn ein zünftiges Abgrillen...äh Abpaddeln...ist finanziert.
Zum Training am Montag kamen danach erwartungsgemäß weniger Aktive als sonst. Aber irgendwie hatte jeder der 12 Beteiligten den Eindruck, dass das Boot mit 14 oder 15 schon mal langsamer gelaufen wäre...Kurzboot...hin oder her...Hauptsache...Druuuuck...

 
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