Aktuelle Seite: DrachenbootRegattaberichteDie Capybaras hatten zum Inselcup nach Schellhorn eingeladen

Die Capybaras hatten zum Inselcup nach Schellhorn eingeladen

Am 02. November hatten die Capybaras zu einem Training mit Wettkampfcharakter auf dem Lanker See eingeladen. Ab 9.30 Uhr trudelten nach und nach Drachenbootler aus sieben Mannschaften an der Freudenholmer Bucht ein.

Die Boote waren bereits im Wasser - das nenne ich mal Service - und somit mussten nur noch die knapp 70 Paddler auf vier Boote verteilt werden. Wir Helgoländer ergänzten 10 Paddler vom Ecksen Express und Kieler Kanu Klub zu einer Mannschaft. Bevor Jürgen unser Steuermann etwas zur Taktik sagen konnte, schwang ich mich mal auf, einen Vorschlag zum Ablauf zu machen. Um beim Start dran zu bleiben, erst einmal eine Minute richtig ballern, dann schöner Übergang in den Streckenschlag und 45 Minuten Druck. Falls man eine Welle erwischt schön lutschen und Körner sparen, die man bei den Wenden raushauen kann, denn die Bahnenauslosung war für uns nicht unbedingt günstig - Außenbahn bei der ersten gravierenden Richtungsänderung...dort hatte sich im vergangenen Jahr das "Rennen" bereits entschieden.
So setzte sich unsere "Würfeltruppe" ins Boot, um ordentlich "laaang" zu machen. Der Start geriet ein wenig holprig aber wir konnten die Welle des Nebenbootes erwischen und halten. Alle vier Boote dampften auf den ersten zweieinhalb Kilometern nebeneinander her. Immer darauf bedacht, nicht zu lange die Pace zu machen und die anderen arbeiten zu lassen. Yes..."Massenstart" und Langstrecke, das hat immer wieder seinen Reiz und das Boot scheint fast von allein zu laufen. Ich muss mir immer wieder ins Gedächtnis rufen, was ich vor einigen Minuten noch zur Mannschaft gesagt habe, um nicht den eigenen Rennplan über den Haufen zu fahren.
Plötzlich die Wende und richtig Druck und wir sind dran trotz Außenbahn...schon mal nicht schlecht...auf den nächsten Metern folgen unterschiedliche Attacken, also immer auf der Hut sein, um zu kontern. Irgendwann kann sich die Mischung aus Sventanas und den Drachen von Holstein auf der anderen Seite des Feldes leicht absetzen. Die Wakenitzdrachen haben wohl einen Moment nicht aufgepasst oder haben sie heute nicht so viel...schnell verwerfe ich diesen Gedanken, denn es heißt aufgepasst in dieser entscheidenden Phase nach knapp dreieinhalb Kilometern. Einmal versuchen wir nochmal neben das führende Boot zu kommen, doch Raller am Steuer macht sich schön breit, schert ein wenig aus und bremst uns aus...einfach clever...kümmern wir uns lieber um die Boote neben uns...
Viereinhalb Kilometer später bewundern wir immer noch Rallers Steuerkünste und fragen uns, welche Alternativrouten er noch so bis zum Ziel findet. Trotzdem fahren die von vorne ein einsames Rennen, dass sie am Schluss mit knapp einer halben Minute Vorsprung gewinnen werden. Wir nähern uns zu dritt der Ziellinie...nun heißt es bloß nicht zu früh angreifen...abwarten...ganz ruhig und dann geht es los...Endspurt...jeder gibt noch mal alles...das reicht bei uns zwar nur zum vierten Platz, trotzdem hat es unglaublich viel Spaß gemacht und für die Neulinge war es mit Sicherheit ein wenig Faszination Langstrecke...lesen oder darüber reden...geschenkt...das muss man erleben...fast neun Kilometer Boot an Boot...
...danach gab es gekühlte Getränke, heiße Erbsensuppe und noch reichlich Klönschnack...
Dank an die Capys für die tolle Orga und an alle, die dabei waren...

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